Steineklopfen-Gedicht Nr. 26

Warum «Steineklopfen»? Das 26. Gedicht erzählt etliches darüber. Im Laufe der Tage, Monate, Jahre hat sich die Thematik verschoben, verändert, überlagert. Aber immer wieder tauchen Steine dabei auf. Was geblieben ist, ist das Prinzip. Jeden Tag ein neues Gedicht.


 

Steinzeiten – Steineklopfen

 

Gedichte schreiben ist wie Steine hauen
Das Material liegt ringsumher
Es geht ums ganz genaue Schauen
Das Klopfen selbst ist nicht mehr schwer


Schon in der Art und Form der Steine
steckt die verborgne Urgestalt
Dieser Quader strahlt das Reine
Jener birgt gefährliche Gewalt


Wie er zu hauen sei, wie abzuschleifen
Das zeigt sich in der Handwerkskunst
Manches braucht noch Ruhe, um zu reifen
Andres hüllt sich immerzu in Nebeldunst


Jedes Mal sind die Momente wichtig
Nicht alles stimmt beim ersten Schlag
Ein Wort von heute, ist schon morgen nichtig
Ein jedes hat sein Jahr und richtig seinen Tag

 

 

 

 

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